Häufig gestellte Fragen zum Kalksteinbruch Plettenberg

Bedeutet die Änderung des Landschaftsschutzgebietes, dass künftig auch Rand- und Steilhangbereiche abgebaut werden sollen?

Der Regionalverband beantragt lediglich eine Herauslösung des Landschaftsschutzgebietes, das heißt nicht, dass Rand- und Steilhangbereiche abgebaut werden! Das war nie und ist nicht unser Vorhaben! Die Abgrenzung der Herausnahme sollte sich an Flurstücksgrenzen orientieren. Da die ganze Plettenberghochfläche ein Grundstück ist, geht die zur Herausnahme beantragte Fläche bis zum Rand.

Wie kommt die Zahl „83 Hektar Fläche“ zustande, die aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden soll?

Die 83 Hektar Fläche zur Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet setzen sich folgendermaßen zusammen:

  • Ca. 20 Hektar für die geplante Süderweiterung
  • Ca. 50 Hektar für den bestehenden Abbau (aktuelle Kalksteinbruchfläche)
  • Ca. 13 Hektar Arrondierung – Fläche zwischen Abbau- und Grundstücksgrenze

Sind für die Änderung der Landschaftsschutzgebietsverordnung Gutachten notwendig?

Es ist lediglich der „Fachbeitrags Tiere und Pflanzen“ für die Änderung einer Landschaftsschutzgebietsverordnung notwendig – ansonsten sind keine weiteren Gutachten erforderlich.

Was passiert mit dem „Plettenkeller“ und den Relikten der Burg und der Siedlung?

Das Naturschutzgebiet „Plettenkeller“ liegt definitiv außerhalb der Vorhabensfläche und stellt die Begrenzung der Süderweiterung dar. Die Relikte der ehemaligen Plettenbergburg und Siedlung bleiben unangetastet, weil sie ebenfalls außerhalb der Vorhabensfläche liegen. Der Abstand Ruine und Abbaufläche ist größer 100 Meter.

Bezahlt Holcim Gewerbesteuer?

Ja, Holcim (Süddeutschland) GmbH bezahlt Gewerbesteuer. Außerdem trägt das Unternehmen zur Infrastruktur im Umfeld bei – Beispiel SchieferErlebnis, Werkforum, Spenden, Wiederherstellung des Waldhausweihers, …

Gibt es Gutachten zur Süderweiterung?

Detail-Gutachten sind durchgeführt worden und werden im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zur Süderweiterung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wird in das Naturschutzgebiet eingegriffen?

Es wird in kein Naturschutzgebiet eingegriffen – das bestehende Naturschutzgebiet bleibt unangetastet – sowohl von der Änderung des Landschaftsschutzgebietes als auch von der angestrebten Süderweiterung.

Die Anwohner fürchten Folgen durch die Veränderung des Berges und seiner Form. Wie stehen Sie dazu?

Natürlich nehmen wir die Bedenken der Bürger sehr ernst und greifen diese Fragen auf, geben Antworten oder suchen gemeinsame Lösungen. Momentan wird eine ganze Reihe von Gutachten erstellt oder ist erstellt worden, um auf einer faktenorientierten Basis zu diskutieren. Dass der Gesteinsabbau nicht ohne Veränderung des Berges vonstatten geht, steht außer Frage. Aber dass beispielsweise der „Berg total abgebaut“ wird, ist falsch. Der Plettenberg ist rund 1 000 Meter hoch. Im inneren Abbaugebiet wird am Ende eine Höhe von 940 Metern erreicht. Dieser Bereich wird auf Seiten von Schömberg, Dotternhausen und Ratshausen von einer ca. 1 000 Meter hohen Kulisse umsäumt. Lediglich die Kulisse auf der Ostseite Richtung Schafberg wird teilweise geöffnet und gibt dann den Blick auf einen bereits rekultivierten Teil des Steinbruchs frei.

Wem gehört die Abbaufläche auf dem Plettenberg?

Holcim baut komplett auf der Fläche der Gemeinde Dotternhausen ab und bezahlt dafür Pacht.

Wenn Holcim die Abbaumenge verdoppeln würde – wie sähe dann der Plan aus?

Zum einen gibt es keinen Grund, die Produktionsmenge zu verdoppeln, weil die Nachfrage nicht da ist, zum anderen ist das anlagenbedingt nicht vorstellbar – diese Leistung bringen unsere Anlagen nicht – dann müssten wir neu bauen.

Wird der gesamte Kalkstein, der abgebaut wird, auch in Dotternhausen zu Zement verarbeitet?

Der gesamte abgebaute Kalkstein wird ausschließlich im Zementwerk Dotternhausen zur Zementherstellung verwendet.

Unter welchen Umständen wäre aus Ihrer Sicht eine Verkleinerung der neuen Abbaufläche denkbar?

Holcim ist ein markt- und wirtschaftsorientiertes Unternehmen. Die Rohstoffe aus der Region werden für Bauprojekte in der Region dringend benötigt. Daher ist eine Verkleinerung der Abbaufläche nicht möglich: Wir könnten unsere Kunden nicht mehr ausreichend beliefern. Aus Sicht der Rohstoffsicherung ist es wichtig Steinbrüche auszuschöpfen, um nicht mehrere Aufschlüsse in der Landschaft verstreut zu haben.

Kalkstein wird gesprengt. Lassen sich Sprengstoffrückstände im Wasser nachweisen?

Es wird seit über 100 Jahren auf dem Plettenberg abgebaut. Alle bisherigen Trinkwasser-untersuchungen haben bislang hervorragende Ergebnisse gezeigt. Von Sprengstoffrück-ständen im Wasser kann aus unserer Sicht nicht die Rede sein. Dies belegen auch die jüngsten Wasser-Anlaysen, die sowohl Ratshausen als auch Dotternhausen in Auftrag gegeben haben.

Wie werden in Rathausen/ Hausen am Tann die Sprengungen gemessen?

Ein Messgerät steht zur kontinuierlichen Messung permanent in Hausen am Tann. Alle bisherigen Messungen zeigen auf, dass die Sprengerschütterungen so gering sind, dass sie keine Schäden verursachen können. Dies heißt nicht, dass die Sprengungen für den Menschen nicht spürbar sind. Je nach Absprache mißt Holcim mit einem weiteren Meßgerät an einem anderen Ort.

Gibt es Alternativen zu Sprengungen mit Sprengstoff?

Die Alternativen, die es gibt, würden zu einer Verschlechterung der Situation für die Bevölkerung führen:

  • Zum einen gibt es das Reißen mit einem Großbagger. Die danach notwendige Zerkleinerung des Materials mit einem Meißel verursacht unglaublich viel Dauerlärm. Zudem ist das Umsetzen und Fahren des Baggers ebenfalls mit extremem Lärm verbunden.
  • Zum anderen gäbe es das Fräsen, das ebenfalls extremen Dauerlärm und Staubentwicklung mit sich bringt und nur mit mehreren Abbaugeräten möglich wäre.

Durch die geplante Erweiterung des Abbaugebietes werden die Sprengorte weiter Richtung Ratshausen und Hausen sein. Wie reduziert Holcim die Sprengerschütterungen und Sprenggeräusche? Garantieren Sie, dass keine Gebäudeschäden auftreten?

Holcim bleibt auch hier im Rahmen der Grenzwerte – und liegt sogar weit darunter. Somit sind keine Gebäudeschäden durch Sprengungen zu erwarten.

Häufig gestellte Fragen zu Ersatzbrennstoffen

Wieso gibt es bei den Blöcken 1 – 4 andere Grenzwerte als beim Drehrohrofen? Sind das Ausnahmewerte?

Nein, es sind keine Ausnahmewerte – es sind unterschiedliche Einsatzstoffe, unterschiedliche technische Verfahren und unterschiedliche Gesetze! Jede Emissionsquelle wird je nach zutreffender Gesetzes- und Vorschriftenlage betrachtet und hat eigene Grenzwerte und zu überwachende Stoffe. So fällt der Drehrohrofen unter die 17. BImSchV, die Siebzehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, während bei den Blöcken 1 – 4 der Thermischen Aufbereitungsanlage für Ölschiefer die Vorschriften der Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) zu beachten sind. Hier liegen wiederum vom Gesetzgeber andere Grenzwerte vor als bei der 17. BImSchV. Daher finden sich als Ausgangslage in den Tabellen für den Drehrohrofen und für die Blöcke andere gesetzliche Werte! In beiden Fällen gilt: Selbst wenn die maximale zulässigen Jahresfrachten erreicht werden würden, wäre keine Gefährdung für Mensch, Umwelt und Natur gegeben.

Woher kommt die Kohle?

Aus Übersee, zum Beispiel aus Südafrika. Zuerst mit dem Schiff nach Karlsruhe. Von dort aus mit dem LKW nach Dotternhausen.

Woher kommen die Ersatzbrennstoffe?

Von Lieferanten, die wir kennen. Einer unserer Hauptlieferanten stammt aus unserer Region. Es ist die Firma Korn aus Albstadt, von der wir beispielsweise zerkleinerte Altreifen und Kunststoffe beziehen. Den Klärschlamm haben wir von verschiedenen Gemeinden und Trocknungsanlagen aus Baden-Württemberg. Papierfaserfangstoffe ebenfalls von einer Papierfabrik in Baden-Württemberg.

Was bleibt von den Ersatzbrennstoffen nach der Verbrennung übrig? Wo ist der Unterschied zur Müllverbrennung?

Nichts. Wir nutzen nur Stoffe, die im Zementprozess ökologisch sinnvoll und sauber zu 100 Prozent energetisch und stofflich verwertbar sind. Die Überwachung unterliegt einem strengen Verfahren und beginnt bereits beim Erzeuger der Stoffe. Beim Klinkerbrennprozess fallen keine produktionsspezifischen Abfälle an. Dies ändert sich beim Einsatz von Ersatzbrennstoffen nicht. Damit unterscheidet sich der Klinkerbrennprozess deutlich von anderen Verfahren. So entstehen beispielsweise in einer Müllverbrennungsanlage Filterstäube und Schwermetallschlämme bei der Rauchgasreinigung, die als Sonderabfall deponiert werden müssen. Im Gegensatz hierzu werden im Zementwerk alle Einsatzstoffe stofflich und energetisch vollständig und umweltverträglich verwertet und genutzt.

Wie wird sichergestellt, dass die Verbrennungstemperaturen nicht unterschritten werden?

Unsere Auflagen sind sehr streng. Die Temperaturen werden laufend kontrolliert – sinken sie, fehlt ein Freigabefaktor und die Mitarbeiter am Leitstand müssen entsprechend handeln.

Wie wird ausgeschlossen, dass sich in Ersatzstofflieferungen noch andere Stoffe befinden?

Neben den strengen Vorgaben für die Lieferanten macht Holcim eigene Eingangsproben. Unsere Partnerschaften zu Lieferanten sind langfristig, die meisten sind aus der Region. Auf die Qualität ist Verlass – natürlich arbeiten wir dennoch nach dem Prinzip „Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser“.

Holcim verwendet zunehmend Ersatzbrennstoffe. Wieso eigentlich? Mit welchem Ziel?

Ersatzbrennstoffe werden im Zementwerk in Dotternhausen seit Anfang der 1980er Jahre verwertet. Es geht heute immer seltener darum, ob und wie Abfälle deponiert oder verbrannt werden können. Immer häufiger stellt sich die Frage, welchen Wert der Abfall noch besitzt und welcher Nutzen sich daraus noch ziehen lässt. Hauptziel ist dabei eine effiziente Bewirtschaftung der Ressourcen, die der Gesellschaft zur Verfügung stehen. In der Praxis bedeutet dies die stoffliche oder energetische Verwertung von Abfällen.

Im Drehrohrofen des Zementwerks ersetzt die im Abfall vorhandene Energie zu einem großen Teil die entsprechende Menge fossiler Brennstoffe. Die Flammentemperatur von 2.000 °C und die Brenntemperatur von 1.450 °C sowie die Calzinatortemperatur von 1.000 °C gewährleisten, dass im Drehofen sämtliche organischen Stoffe vollständig verbrannt werden.

Als Ersatzbrennstoffe kommen Stoffe in Frage, die so viel Kohlenwasserstoff enthalten, dass sie einen nennenswerten Heizwert besitzen. Zudem dürfen die Ersatzbrennstoffe keine Bestandteile enthalten, die negative Auswirkungen auf die Klinker- bzw. Zementqualität und auf die Emissionen haben. Ein Ersatzbrennstoff muss chemisch und physikalisch in unseren Produktionsprozess passen. So werden in Dotternhausen seit Jahren beispielsweise Trockenklärschlamm, Altöl, Papierfaserfangstoffe, Altreifen und Gummi, Kunststoff, Dachpappe eingesetzt. Dadurch werden Abfälle unserer Gesellschaft wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll verwertet.

Welche rechtlichen Anforderungen sind beim Einsatz von Ersatzbrennstoffen zu beachten?

Zementwerke sind genehmigungspflichtige Anlagen, deren Betrieb den Bestimmungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes unterliegt. Daher ist in jedem Einzelfall für alle Einsatzstoffe, einschließlich der Ersatzstoffe, immer eine Genehmigung erforderlich. Der Einsatz von Ersatzbrennstoffen im Zementwerk wird derzeit durch die 17. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz (17. BImSchV) geregelt. Die Anforderungen an die umweltverträgliche Verwertung von Abfällen ergeben sich aus dem Kreislaufwirtschafts-/Abfallgesetz.

Ändern sich die CO2-Emissionen, wenn Ersatzbrennstoffe im Zementwerk eingesetzt werden?

Im Zementwerk selbst können die CO2-Emissionen aufgrund des biogenen Anteils einiger Ersatzbrennstoffe durch deren CO2-neutrale Verbrennung gesenkt werden. Zudem werden gesamtökologisch gesehen die CO2- Emissionen geringer. Der Klinkerbrennprozess sorgt dafür, dass der Energiegehalt der Brennstoffe vollständig ausgenutzt wird. Durch die verfahrenstechnische Optimierung der Drehrohrofenanlagen wurde der spezifische Brennstoffenergiebedarf für die Zementherstellung bereits deutlich verringert. Die Zementindustrie leistet darüber hinaus ihren Beitrag, um klimarelevante Spurengase zu reduzieren, indem sie sich selbst verpflichtet hat, die spezifischen CO2-Emissionen durch verschiedene Maßnahmen zu vermindern. Der Einsatz von Ersatzbrennstoffen kann hierbei zukünftig einen entscheidenden Beitrag leisten. Dieser Beitrag von Ersatzbrennstoffen in den Drehrohrofenanlagen der Zementindustrie lässt sich so verdeutlichen: Beim Einsatz von Ersatzbrennstoffen im Zementwerk wird die Emission von Treibhausgasen aus fossilen Brennstoffen wie z.B. CO2 ersetzt, da fossile Brennstoffe in energetisch äquivalentem Maße ersetzt werden. Außerdem entfällt die gesamte „Vorkette“ für die Bereitstellung der Steinkohle (Gewinnung, Transport). Die reine Müllverbrennung ersetzt hingegen keine fossilen Brennstoffe. Die Müllverbrennungsanlage erfüllt den Zweck, Ersatzstoffe zu beseitigen, so dass hier zusätzliches CO2 frei wird. Beim Einsatz der Ersatzbrennstoffe im Zementwerk wird dieses CO2 „gespart“.

Was ist mit den Abfällen?

Beim Klinkerbrennprozess fallen keine produktionsspezifischen Abfälle an. Dies ändert sich beim Einsatz von Ersatzbrennstoffen nicht. Damit unterscheidet sich der Klinkerbrennprozess deutlich von anderen Verfahren. So entstehen beispielsweise in einer Müllverbrennungsanlage Filterstäube und Schwermetallschlämme bei der Rauchgasreinigung, die als Sonderabfall deponiert werden müssen. Im Gegensatz hierzu werden im Zementwerk alle Einsatzstoffe stofflich und energetisch vollständig und umweltverträglich verwertet.

Holcim informiert: Was sind Ersatzbrennstoffe?

Ersatzbrennstoffe im Zementwerk Dotternhausen: ausgewählte Abfälle, Industrie-, Gewerbe- und Reststoff-Fraktionen. Diese müssen geeignet sein, die Prozessbedingungen im Zementprozess stabil zu halten, um ein hochwertiges Produkt mit gleichmäßiger Qualität sicherzustellen. Es kommen nur Stoffe in Frage, die eine bestimmte chemische und physikalische Zusammensetzung aufweisen und keinen negativen Einfluss auf Klinkerbrennprozess, die Produktqualität und die Umwelt haben.

Bestimmte Inhaltsstoffe sind über maximal zulässige Grenzwerte seitens des Regierungspräsidium limitiert und werden regelmäßig kontrolliert. Sie unterliegen definierten Qualitätsanforderungen und besitzen definierte Eigenschaften bzgl. Struktur (Größe, Körnung, Schüttgewicht), Heizwert, Zusammensetzung und Inhaltsstoffen. Die Qualitätsanforderungen und Eigenschaften werden beim Aufbereiter und im Zementwerk über Eingangskontrollen und regelmäßige Materialanalysen überwacht.

Vergleich der Emissions-Grenzwert in Deutschland und der Schweiz

Grenzwerte Zementwerke Schweiz (mg/Nm³) Grenzwerte Dottenhausen aktuell 60% TSR (mg/Nm³) Grenzwerte neu Dottenhausen beantragt 100% TSR (mg/Nm³)
Staub 20 20 10
NOx 500 500 200
SO₂ 500 175 50
Cges 150 50 50
HCI 30 10 10
NH₃ 30 - 30
Quecksilber 0,1 0,03 0,03
Cadmium, Thallium 0,1 + 0,2 0,05 0,05
CO - - 2000
PCDD/PDCF 0,1 (ngTEQ/Nm³) 0,1 (ngTEQ/Nm³) 0,1 (ngTEQ/Nm³)

In welchen Öfen werden Kunststoffe bei welchen Temperaturen verbrannt?

Es werden nur im Drehrohrofen an der Hauptflamme Kunststoffe als Ersatzbrennstoffe eingesetzt. Die Temperaturen an der Hauptflamme betragen ca. 2.000 °C

Wie hoch ist der Anteil von PVC? (PVC-H und PVC-W)

Der PVC-Anteil wird auf unseren Wunsch hin aus Prozessgründen vom Aufbereitungspartner aussortiert und ist über den Chlorgehalt limitiert. Der max. Chlorgehalt beträgt 0,5 %. Andere Werke setzen diese Grenze z.B. bei 1,0 %.

Häufig gestellte Fragen zur Rekultivierung

Bildet Holcim Rückstellungen für die Rekultivierungen?

Ja, das ist eine ganz klare gesetzliche Vorgabe und in unserer Philosophie fest verankert – ohne das hätte beispielsweise ein SchieferErlebnis nie gebaut werden können.
Wie bei jeder Abbaugenehmigung muß der Antragsteller eine Bürgschaft bei der genehmigenden Behörde hinterlegen: für den theoretischen Fall, dass das Unternehmen nicht mehr existiert. Für diesen Fall sind dann Mittel gesichert, um die Rekultivierung und einen Anlagenrückbau finanziell sicherzustellen. Zusätzlich bildet Holcim noch eigene Rückstellungen für die Rekultivierung.

Warum wurde der alte Rekultivierungsplan von 1982 nicht wie vorgesehen bereits 2000 begonnen?

Die Rekultivierung folgt dem Abbau und angesichts wirtschaftlich schwacher Jahre ist der Abbau langsamer vorangeschritten als geplant.

Warum wurden die Rekultivierungspläne immer wieder geändert?

Weil die Rekultivierungspläne veraltet waren und nicht mehr den gängigen naturschutzfachlichen Vorstellungen entsprochen haben.

Die Bürger-Initiative bemängelt, dass die Rekultivierung des Steinbruchs Musital in der Schweiz unter ganz anderen Gesichtspunkten durchgeführt wurde...

Weder die Steinbrüche noch die Rekultivierungsarten sind vergleichbar. Rekultivierung wird lokal im Zusammenspiel mit Behörden und Anspruchsgruppen entschieden.

Häufig gestellte Fragen zur Umwelt

Emissionen: Wie berechnet Holcim die o.a. "Jahresfrachten" und werden sich diese von 2014 aus gesehen in der Zukunft noch weiter erhöhen?

Bei jährlichen Gesamtemissionen spricht man von Frachten. Die Jahresfrachten werden mit den gemessenen Emissionswerten pro Normkubikmeter Abluft, der gemessenen normierten Abluftmenge pro Stunde und der tatsächlichen Anlagenlaufzeit berechnet. Die Jahresfrachten sind hauptsächlich von der jährlichen Anlagenlaufzeit abhängig, da die spezifischen Emissionen ungefähr gleich bleiben.

Wichtig: Diese Zahlen sind in Relation zu den Grenzwerten zu betrachten. Die Emissionsgrenzwerte für jede Anlage an einem Standort werden durch den Gesetzgeber so festgelegt, dass eine Gefährdung für Mensch, Tier und Umwelt auch in Summe aller Emissionen ausgeschlossen ist.

Dies bedeutet, selbst wenn wir bei allen unseren Anlagen die Grenzwerte voll ausschöpfen würden und dies an 365 Tagen und 24 h käme es nicht zu einer Gefährdung. Wir liegen in allen Bereichen und bei allen Anlagen deutlich darunter, so daß eine Gefährdung ausgeschlossen ist.

Wie oft messen Sie Emissionen?

Alle Emissionen, die kontinuierlich messbar sind, werden kontinuierlich gemessen: zum Beispiel Staub, Nox, C. Siehe z.B. Umweltbericht 2013, Seiten 5 – 8. Emissionen, die nicht kontinuierlich gemessen werden können, werden durch Einzelmessungen an drei Tagen im Jahr von einem akkreditierten unabhängigen Meßinstitut durchgeführt: Schwermetalle, Dioxine. Siehe z.B. Umweltbericht 2013, Seite 9.

Sind die Emissionsdaten für Hg nur auf den Drehofen bezogen?

Ja. In den Wirbelschichtöfen zur Produktion von gebranntem Ölschiefer sind die Schwermetallemissionen irrelevant, da in dem Prozess nur Ölschiefer als Brennstoff wie auch als Rohstoff zum Einsatz kommt und keine weiteren Brennstoffe verwendet werden. (Jahresfracht Hg 2014: 0,29 kg/a)

Wie lange ist die derzeitige Unternehmensphilosophie gesichert? Wie wird sich „LafargeHolcim“ darauf auswirken?

Das neue Unternehmen mit europäischen Wurzeln wird allen Anspruchsgruppen Vorteile bieten und am Markt zu Lösungen für die globalen Herausforderungen der Urbanisierung beitragen – dazu zählen die Bereiche Infrastruktur/Verkehr/Wohnungsbau.

Ein zentraler strategischer Faktor ist die Nachhaltige Entwicklung. Die Abhängigkeit von natürlichen Rohstoffen macht nachhaltiges Wirtschaften für LafargeHolcim zur strategischen Notwendigkeit. Mit dem Zusammenschluss wird das Beste der beiden starken Unternehmen zusammengeführt und damit eine einmalige Basis geschaffen. Beide Firmen sind Pioniere im Bereich Nachhaltigkeit sowie bei der Eindämmung der Folgen des Klimawandels. Sie verpflichten sich, dieses Engagement in Zukunft noch zu verstärken.